TET Spanien

Von |2018-10-11T12:01:07+00:0004. Dezember 2017|Tags: , |

Dieses Mal war ich allein unterwegs, Katja hatte keinen Resturlaub mehr und so habe ich mich Ende Oktober allein Richtung Spanien aufgemacht. Mein Ziel war es, dem Winter zu entkommen und möglichst viele Abschnitte des spanischen TET unter die Räder zu bekommen. Es sollte auch die erste große Testfahrt der CRF250 Rally werden, die wir erst ein paar Monate zuvor gekauft hatten.
Die Routenplanung war ziemlich einfach – ich wollte durch Spanien, Andorra und Frankreich fahren. Im Normalfall lade ich die gewünschte Route aus Basecamp direkt auf mein Garmin – dieses Mal wollte ich die App maps.me auf meinem Handy ausprobieren.
Die App nutzt OpenStreetMap, welche einen sehr hohen Detailgrad aufweist und nahezu jeden Wander- oder Radweg sichtbar macht. Genau wie bei dem Garmin werden die Routen heruntergeladen. Dann muss man diese noch vom gpx zum kml Format konvertieren und die erzeugte Datei auf sein Smartphone übertragen – fertig.

Ich war mir nicht sicher, ob die Standardreifen für die anspruchsvollen Strecken ausreichen würden. Also entschied ich mich, einen Satz Crossreifen (Michelin AC 10) hinten auf dem Motorrad mitzunehmen – mit diesem groben Reifenprofil wollte ich bestimmt nicht die fast 1.200 km lange Anfahrt antreten.
Die Rally hat auf den ersten 1.000 km Autobahn nach Perpignan einen tollen Job gemacht, mit einem Reisetempo von knapp 110 km/h kam ich ganz gut zurecht.

In Perpignan angekommen, bestand meine erste Aufgabe darin, eine Werkstatt für den Reifenwechsel zu finden. Das stellte sich jedoch als keine leichte Aufgabe heraus, da in der Wintersaison die meisten französischen Motorradwerkstätten Montags geschlossen haben. Nach vielen Telefonaten und vergeblichen Anfahrten wurde mir glücklicherweise bei Yamaha in Perpignan geholfen.
Ich musste mich erst an die neuen Reifen gewöhnen, da ich noch nie „richtige“ Stollenreifen gefahren bin – lediglich die üblichen à la Conti TKC 80 und Mitas E09. Nach der Eingewöhnungsphase entpuppten sich die Reifen als echte Allrounder – loser Schotter, Sand, Matsch aber auch Asphalt waren absolut problemlos.

Es war ein tolles Gefühl, bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen in den Pyrenäen zu sein. Als ich Deutschland verließ, war es kalt, nass und grau. Je mehr ich dem TET folgte, merkte ich, wie „zu Hause“ ich mich auf der Honda fühlte – zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass wir die richtige Entscheidung mit dieser Maschine getroffen hatten. Es machte unheimlich Spaß, mit 90 kg weniger Gewicht durch das Gelände zu fahren – steile Trails, auf die ich mich mit der Africa Twin wahrscheinlich nie gewagt hätte, haben mit der Rally einfach nur Spaß gemacht.

In diesen Momenten musste ich an Katja denken und wie viel Spaß auch sie mit der „kleinen“ Honda hier gehabt hätte. Man bewegt eine so leichte Maschine mit einem völlig anderen Selbstvertrauen – schwierige Passagen werden nicht zum Hindernis, sondern zu einer positiven Erfahrung. Diese Sicherheit erlaubt auch mal den einen oder anderen Blick in die Natur während der Fahrt, da hat Spanien wirklich einiges zu bieten.

Das schöne am Süden ist auch, dass es so viele Möglichkeiten zum zelten gibt. In der ein- oder anderen Nacht wurde ich allerdings von Wildschweinen besucht, die grunzend neben meinem Tarp nach Futter suchten und mich dadurch die halbe Nacht wachgehalten haben. In solchen Momenten habe ich mir gewünscht, ich hätte unser Zelt mitgenommen 😀

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2 Comments

  1. Ralf 23. September 2018 um 9:10 Uhr - Antworten

    Hallo ihr zwei,
    da haben wir wohl was Strecken und Motorräder angeht den gleichen Geschmack 😉
    Komisch, das ich eure Seite nicht schon früher gefunden hab. Die gefällt mir sehr gut.
    Ich hoffe dann für 2019 auf eine tolle Berichterstattung.
    Am liebsten würde ich mitfahren…
    Solch eine lange Auszeit lässt mein Job aber leider nicht zu.
    Ich wünsche euch auf jeden Fall schon alles gute
    Gruß Ralf

    • Katja 25. September 2018 um 19:38 Uhr - Antworten

      Hallo Ralf,
      da hast du recht, wir möchten unsere Rally`s auch nicht mehr hergeben 🙂
      Wir haben auf jeden Fall vor, unterwegs ein bisschen aktiver zu sein was das bloggen angeht. Hier zu Hause findet man irgendwie selten die Zeit dazu, immer kommt was anderes dazwischen.
      Vielen lieben Dank für die Wünsche 🙂
      Liebe Grüße
      Katja

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